Bild: Ein Mann und zwei Frauen stehen lachend an einem Schreibtisch

Vereinte Kompetenzen stärken die deutsche Wirtschaft im Ausland

Rohstoffversorgung sichern – Chancen für Unternehmen

Verzahnung der Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit des Bundes

Die Bundesregierung steht an der Seite der deutschen Wirtschaft und verfolgt das Ziel, Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftspolitik durch Partnerschaften miteinander zu verzahnen.

Die Herausforderungen der globalen Wirtschaft erfordern neue Formen der Zusammenarbeit. Um die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Partnerländern zu fördern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf internationalen Märkten zu stärken sowie den Zugang zu wichtigen Rohstoffen zu sichern, werden unterschiedliche Instrumente und Initiativen gebündelt – von der Außenwirtschaftsförderung über Investitions-, Export- und Rohstofffinanzierungen bis hin zu Programmen der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit dieser Verzahnung schaffen die nachfolgend aufgeführten Initiativen bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, Handel, die Sicherung strategischer Rohstoffe und nachhaltiges Wachstum.

Rohstoffstrategie der Bundesregierung

Mit ihrer Rohstoffstrategie verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit kritischen und strategisch wichtigen Rohstoffen langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt stehen die Diversifizierung von Bezugsquellen, der Aufbau resilienter Lieferketten, nachhaltige Rohstoffgewinnung sowie internationale Partnerschaften. Die Strategie schafft damit die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft.

UFK-Garantien des Bundes leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Rohstoffstrategie. Sie unterstützen die Finanzierung internationaler Rohstoffprojekte und fördern Investitionen, die der langfristigen Versorgung Deutschlands mit strategisch wichtigen Rohstoffen dienen.

Rohstoff-, Klima-, Energie und Transformationspartnerschaften

Deutschland unterhält Rohstoffpartnerschaften mit zahlreichen Ländern sowie Klima-, Energie- und Transformationspartnerschaften. Die Bundesregierung fördert damit gemeinsam mit internationalen Partnern den Aufbau nachhaltiger Energie- und Rohstoffwertschöpfungsketten. Ziel ist es, die industrielle Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen, Investitionen in Zukunftstechnologien zu stärken und die Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen langfristig zu sichern. 

UFK-Garantien können die Finanzierung entsprechender Projekte unterstützen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation und zur Versorgungssicherheit der deutschen Wirtschaft.

Team Germany

Mit dem Team Germany-Ansatz bündelt die Bundesregierung die Kompetenzen verschiedener Akteure der Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit. Ministerien, Förderbanken, Durchführungsorganisationen und die deutsche Wirtschaft arbeiten dabei eng zusammen, um Unternehmen bei internationalen Projekten bestmöglich zu unterstützen.

UFK-Garantien des Bundes sind ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes. Sie unterstützen die Finanzierung internationaler Rohstoffprojekte und tragen dazu bei, die Versorgung Deutschlands mit strategisch wichtigen Rohstoffen zu sichern. Gemeinsam mit weiteren Finanzierungs- und Förderinstrumenten tragen sie dazu bei, deutsche Technologie und Know-how weltweit erfolgreich einzusetzen.

Mit dem Team Germany-Ansatz bündeln Bundesregierung, Förderbanken, Außenwirtschaftsförderung, Entwicklungszusammenarbeit und die deutsche Wirtschaft ihre Aktivitäten in Partnerländern. Ziel ist es, deutsche Unternehmen bei Investitionen, Exporten und Rohstoffprojekten zu unterstützen und gleichzeitig nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu fördern. Durch die enge Zusammenarbeit von Institutionen wie dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der KfW, der DEG, der GIZ sowie den Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung entstehen integrierte Angebote für Unternehmen und Partnerländer.

Ein wichtiger Meilenstein für die Zusammenarbeit war die Unterzeichnung eines gemeinsamen Mission Statements durch die Akteure des Team Germany. Darin bekräftigen sie ihr gemeinsames Ziel, Unternehmen künftig noch enger zu begleiten, Förderinstrumente besser miteinander zu verzahnen und den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

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Global Gateway & Global Gateway Investment Hub

Mit der Initiative Global Gateway unterstützt die Europäische Union den Ausbau nachhaltiger und hochwertiger Infrastruktur weltweit. Ziel ist es, Investitionen in den Bereichen Energie, Verkehr, Digitalisierung, Gesundheit und Bildung zu fördern und gleichzeitig die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Partnerländern zu stärken.

 

Unternehmen können das Angebot der Europäischen Kommission zur Unterstützung über den Global Gateway Investment Hub in Anspruch nehmen. Konkret steht für deutsche Unternehmen die deutsche Anlaufstelle des Investment Hubs zur Verfügung. Sie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Auswärtigen Amt verantwortet. Beteiligt sind darüber hinaus die Akteure des Team Germany. Die Institutionen innerhalb der Anlaufstelle betreuen deutsche Unternehmen bei der Vorbereitung des GGIH-Antrags und übernehmen die Antragsbearbeitung.

 

Für deutsche Unternehmen eröffnet Global Gateway vielfältige Geschäftsmöglichkeiten bei internationalen Infrastruktur- und Transformationsprojekten. UFK-Garantien des Bundes können dabei einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands sowie zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft leisten. So ergänzt Global Gateway und der Investment Hub die Instrumente der deutschen Außenwirtschaftsförderung und trägt zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungs- und Wachstumsziele bei.

 

Weitere Informationen zu Global Gateway und der europäischen Konnektivitätsstrategie finden Sie über nachfolgende Verlinkung.

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Germany Trade & Invest (GTAI)

Germany Trade & Invest (GTAI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und unterstützt deutsche Unternehmen mit Marktanalysen, Brancheninformationen, Länderberichten sowie Hinweisen zu Ausschreibungen. Auch im Bereich kritischer Rohstoffe, Energiewende und nachhaltiger Wertschöpfungsketten bietet GTAI wertvolle Informationen zu Zukunftsmärkten und Investitionschancen. Damit ergänzt GTAI die UFK-Garantien und unterstützt Unternehmen bei der Identifizierung geeigneter Rohstoff- und Infrastrukturprojekte. 

Als zentraler Akteur der deutschen Außenwirtschaftsförderung arbeitet GTAI eng mit den Auslandshandelskammern (AHKs), den Bundesministerien und weiteren Partnern im Team Deutschland zusammen.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Bundesregierung bei der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Im Auftrag verschiedener Bundesministerien begleitet sie Partnerländer unter anderem bei der Förderung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen, der Energiewende, dem Klimaschutz sowie der beruflichen Bildung und dem Aufbau resilienter Lieferketten.

Durch ihre Projekte schafft die GIZ Rahmenbedingungen, die deutschen Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern und nachhaltige Investitionen fördern. Gemeinsam mit den Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung – darunter Exportkreditgarantien, UFK-Garantien und Investitionsgarantien – trägt sie dazu bei, wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltiges Wachstum und internationale Partnerschaften miteinander zu verbinden.

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Förderlotse Wachstumsmärkte

Der Förderlotse Wachstumsmärkte unterstützt Unternehmen dabei, passende Förder- und Finanzierungsinstrumente für ihre internationalen Projekte zu finden. Das Online-Angebot bündelt Informationen zu den Instrumenten der deutschen Außenwirtschaftsförderung – von Finanzierungslösungen für wichtige Rohstoffprojekte, über Exportfinanzierung oder Investitionsförderung bis hin zu Angeboten der Entwicklungszusammenarbeit – und erleichtert Unternehmen den Zugang zu den zuständigen Ansprechpartnern.

Der Förderlotse trägt damit dazu bei, die vielfältigen Unterstützungsangebote der Bundesregierung transparent zu machen und Unternehmen bei der Erschließung neuer Wachstumsmärkte zu begleiten.

Exportkreditgarantien des Bundes

Exportkreditgarantien des Bundes (Hermesdeckungen) unterstützen deutsche Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte, indem sie wirtschaftliche und politische Risiken von Exportgeschäften absichern. Sie erleichtern die Finanzierung deutscher Lieferungen und Leistungen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft – insbesondere bei Geschäften in Schwellen- und Entwicklungsländern.  Die Exportkreditgarantien sind ein zentrales Instrument des Bundes zur Förderung der deutschen Exportwirtschaft, dass neben der Erschließung neuer Auslandsmärkte, einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit leistet.

Investitionsgarantien des Bundes

Investitionsgarantien des Bundes schützen deutsche Unternehmen bei Direktinvestitionen im Ausland vor politischen Risiken wie Enteignung, Krieg oder Transferbeschränkungen. Sie schaffen Planungssicherheit und erleichtern Investitionen insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie in strategisch wichtigen Zukunftsmärkten. Als Teil der Außenwirtschaftsförderung ergänzen sie die Exportkreditgarantien und UFK-Garantien und tragen dazu bei, deutsche Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte und dem Aufbau internationaler Wertschöpfungsketten zu unterstützen.

Africa Business Network und Compact with Africa

Afrika spielt eine zentrale Rolle für die Diversifizierung internationaler Lieferketten und die Versorgung mit kritischen Rohstoffen.  Im Rahmen der deutschen Afrika-Politik unterstützt die Bundesregierung Unternehmen beim Markteintritt und bei Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent. Eine zentrale Rolle spielt die Diversifizierung internationaler Lieferketten und die Versorgung mit kritischen Rohstoffen.

Das Africa Business Network informiert über Geschäftsmöglichkeiten und Förderangebote. Der „Compact with Africa“, eine Initiative der G20, verbessert Investitionsbedingungen in ausgewählten afrikanischen Partnerländern und schafft mit der Möglichkeit langfristiger Wirtschaftsbeziehungen auf dem afrikanischen Kontinent neue Chancen für deutsche Unternehmen. UFK-Garantien des Bundes können die Finanzierung von Rohstoffprojekten in Afrika unterstützen.

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